Saisonrückblick RLZ Hoch-Ybrig 2012/2013 – oder wie man Skirennsport erfolgreich betreibt

Die letzten Kurven sind gefahren, die Temperaturen werden allmählich wärmer und die Athleten nutzen den letzten Schnee, um sich mit Skitests schon auf den nächsten Winter vorzubereiten.

Auch dieses Jahr blickt das RLZ Hoch-Ybrig auf eine erfolgreiche Saison zurück. In entscheidenden Leistungskriterien konnte der Verein seine Kapazitäten nochmals erhöhen um sein Trainingsangebot kontinuierlich zu verbessern. Die Erfolge der Athleten geben der Qualität des Trainingsangebots recht. Dies zeigt sich auch in der Konstanz, mit welcher die Athleten die Resultate herausgefahren haben. So ist dies sicherlich auch ein grosser Verdienst vom Chef-Trainerduo Lino Stüttler und Heli Kreuzer, welche mit emotionaler Hingabe täglich an der Ausbildung der Jungtalente arbeiten.

RLZ entwickelt sich erfolgreich

Das RLZ hat sich auch durch seinen Präsidenten, Peter Barandun, strategisch gut im Umfeld des nationalen Skiverbandes positioniert. Durch seine Wahl ins Präsidium des Landesverbandes ist sichergestellt, dass auch die unteren Kader Gehör und Unterstützung für ihre wichtige Ausbildungsarbeit bekommen. In Zusammenarbeit mit der operativen Leitung, welche von Rolf Zürcher auch in diesem Jahr professionell ausgeführt wurde, konnte der Vorstand weitere Meilensteine erreichen. Mit einer weiteren Aufstockung der Sponsoringeinnahmen, dem stetigen Ausbau des Miniprojekts, wo Skiclubtrainer im eigenen Training beraten werden, der Durchführung von FIS-Rennen und die Zusammenarbeit mit allen Skiclubs des ZSV zeigt, das die wichtigen Stakeholder in die Arbeit des RLZ’s vertrauen und alle einem Strang ziehen. Die Grundlage für all dieses Schaffen liegt immer noch in der Motivation des elementaren Skifahrens. Das RLZ Hoch-Ybrig und die Mitgliederverbände sehen sich einer positiven Entwicklung konfrontiert, da immer mehr junge Mädchen und Knaben sich dem Skisport widmen.

Lara Zürcher neu im C-Kader von Swiss-Ski

Die Erfolge dieses Jahr sind äusserst breit gesät. Mit gleich drei Athleten, welche in interregionale oder nationale Swiss-Ski Kader aufsteigen, haben die jungen Athleten ihr grosses Potenzial abgerufen. Den grössten Sprung in diesem Jahr hat wohl Lara Zürcher aus dem Skiclub Feusisberg gemacht. Mit einer super Saison, vor allem im Slalom, konnte sie sich, dank einem dritten Rang in der Gesamtwertung U18 des Swiss-Cups, für das C-Kader qualifizieren. Lara fuhr regelmässig mit der fordersten nationalen Konkurrenz mit. Mit diesem Sprung stehen Zürcher alle Türen für eine erfolgreichere Zukunft im internationalen Skizirkus offen. Mit Martina Müller schafft eine weitere Athletin den Sprung in ein nächsthöheres Kader. Sie steigt vom RLZ ins NLZ Engelberg Mitte auf. Auch Martina konnte sich mit vielen guten Resultaten für dieses Kader profilieren. Da sie gleichzeitig die Sportschule in Engelberg absolviert, wird diese neue Situation die Synergien noch besser ausschöpfen.

Bei den Herren war der Schritt von Lucien Barandun in das Nationale Leistungszentrum Engelberg Mitte keine Überraschung mehr. Lucien, ebenfalls vom SC Feusisberg, hat sich in den letzten drei Jahren ständig sehr stark aufgedrängt und sich mit hervorragenden Resultaten in die Köpfe der Trainer gefahren. Diese Saison überzeigte er vor allem mit dem Gewinn des Super-G’s an der Schweizermeisterschaften in Davos. Dabei liess er all seine Konkurrenten mit mehr einer halben Sekunde und mehr hinter sich. Im ebenfalls in Davos ausgetragenen Combi-Race zeigte Barandun mit einem dritten Platz, dass er ein Alleskönner ist. Ebenfalls einen dritten Platz erreichte er bei den nationalen Vergleichen in Les Diablerets im Riesenslalom. Bei den technischen Schweizermeisterschaften im Riesenslalom und Slalom, wo sich Lucien vieles vorgenommen hat, lag das Glück nicht auf seiner Seite. Nach einem heftigen Sturz im Riesenslalom musste Lucien seinen Slalom-Einsatz wegen starken Rückenschmerzen abbrechen. Nichtsdestotrotz wird Lucien mit guten Gefühlen in das NLZ gesendet, er weiss, dass er vieles erreichen kann, wenn er weiter konsequent und verletzungsfrei an sich weiter arbeitet.

Wendy wirbelt im Weltcup

Das sportliche Aushängeschild des RLZ Hoch-Ybrig ist und bleibt Wendy Holdener. Mit einer weiteren fantastischen Saison hat sich Wendy in die Ski-Herzen der ganzen Nation gefahren. Ihre legendären Slalom-Auftritten mit Bestzeiten in einzelnen Läufen bleiben der ganzen Ski-Schweiz in bester Erinnerung. In Ofterschwang erreichte Wendy ihr Karrierebestresultat im Weltcup mit einem zweiten Platz. Zum Sieg fehlten ihr nur winzige 26 Hundertsel. Dank zahlreichen weiteren Erfolgen, unter anderem der Schweizermeisterschaftstitel im Slalom, qualifizierte sich Wendy für das höchste nationale Kader, der Nationalmannschaft.Mit einer weiteren Weltcup-Athletin komplettiert Andrea Dettling die Athleten in nationalen Kadern. Seit ihrer Verletzung in der Saison 2011 musste sich Andrea mühsam zurück kämpfen. Leider wurde ihr grosser Einsatzwille erst spät in dieser Saison gewürdigt, dafür umso mehr. Bei der Speed-Schweizermeisterschaft in St.Moritz trumpfte Andrea ganz gross auf und siegte in der Abfahrt und im Super-G. Mit dieser Leistung konnte sie sich wieder auf ihr altes Level heben und tankte zusätzliche Motivation, um im Sommer nochmals mehr an ihrer Kondition zu arbeiten, um bestmöglich für die Olympia-Saison gerüstet zu sein.

Daneben darf sich das RLZ auch stolze Ausbildungsstätte von Urs Kreyenbühl, welcher im C-Kader trainiert, Stella Fronzaroli, Fiona Kälin und Nils Hintermann nennen, welche alle Teil der Trainingsgruppe des NLZ Engelberg Mitte sind. Alle genannten Athleten sind noch jung und versprechen einiges für ihre Zukunft.

Das RLZ Hoch-Ybrig blickt voller Stolz auf diese äussert erfolgreiche Saison zurück und weiss gleichzeitig, dass es sich bei allen Beteiligten bedanken muss. Nur durch den ständigen Einsatz von Athleten, Eltern, Trainer, Sponsoren, Skiclubs und den Bergbahnen Hoch-Ybrig kann ein solcher Verein reüssieren. In diesem Sinne: Herzlichen Dank!

Das RLZ freut sich in eine spannende und herausfordernde Zukunft zu gehen, mit vielen Erfolgen und spannenden Skirennen. Auch die nächste Saison wird mit Bestimmtheit gespicht sein voller Höhepunkten mit Skirennsport von höchster Klasse. Das RLZ freut sich auf die nächste Saison.

Michael Rudin, 22.4.2013