Junioren WM in Frankreich

Tagebuch von Wendy Holdener

Samstag 30.Jan.10
Am Samstagmittag reisten wir nach Megève an. Um ca. 17.00 sind wir angekommen, danach bezogen wir auch schon bald das Zimmer. Ich teilte es mit  Jasmin Flury aus Davos. Nach dem Abendessen hatten wir noch die Teamsitzung wo die Zeiten für die Besichtigung, den Start und weitere Informationen gesagt werden und wo wir meistens  die Startnummer bekommen. Ich hatte die Startnummer 1.  Ich war sehr überrascht, dass ich den Super-G vom Sonntag als Nummer 1 bestreite. Doch ich war sehr motiviert und freute mich auf den nächsten Tag.

Sonntag 31.Jan.10
Um 6.30 mussten wir auch schon aufstehen. Vor dem Frühstück gehe ich immer 10min. an die frische Luft und mache meine Wettkampfvorbereitung. Bevor wir dann auf unseren Speed Skis stehen durften, mussten wir noch eine Viertelstunde zum Skigebiet fahren. Wir bemerkten sehr schnell, dass es kalt war. Die Besichtigung ging ein wenig länger als sonst und ich musste mich sehr konsentrieren, da ich das erste mal dort war und die Wellen und Übergänge als Nummer 1 sehr gut merken musste da ich vor dem Start nicht gross Informationen bekomme wie die hinteren Nummern. Nach der Besichtigung ging ich noch kurz ins Restaurant und dann langsam an den Start. Als ich mich fürs Rennen bereit machte war ich ein wenig nervös. Aber dann ging es auch schon los. Meine fahrt hatte nicht gut begonnen, ich hatte schon in der Mitte des Laufes 2 Fehler zu verbuchen, doch ich war überzeugt das ich untern noch schnell fahren kann und das ich nicht die einzige bin die Fehler macht. Im Ziel kam dann eine und die andere ins Ziel die schneller war als ich, es war sehr enttäuschend. Am Schluss wurde ich mit der Nummer 1 nur 31. Es war nur ein sehr kleiner Trost das ich bei den Juniorinnen 1 Zweite wurde den ich wusste was alles möglich gewesen wäre. Doch das hat mir wieder gezeigt das ich noch einiges zu Lernen habe und dass, das wieder wertvolle Erfahrungen sind die ich gut Gebrauchen kann. Nach dem Super-G sind wir noch kurz auf die Slalom Skis umgestiegen weil am nächsten Tag der Slalom auf dem Programm stand.

Im Späteren Abend hatten wir dann noch die Eröffnungsfeier. Alle mussten sich hinter ihrer Landesfahne besammeln. Als es dann endlich los ging liefen wir mit Schweizer Fahnen durchs Dorf und anschliessend ins Eisstadion. Im Eisstadion empfingen die Leute uns herzlich und es war schön dies alles zu erleben. Im Stadion hatten sie leider sehr viel geredet obwohl es wohl nicht viele Leute Interessiert hat. Als sie dann Anschliessend noch die Rangverkündigung gemacht haben und ich bei den Junioren 1 mit Andrea Thürler(1) und Jasmin Flury(3), beide Teamkolleginnen von mir, aufs Podium gerufen wurden, war dies ein sehr schöner Moment. Sie hatten 3 Schweizerfahnen gehisst und spielten die Schweizer Nationalhymne.

Montag 1.Feb.10
Am Montagmorgen konnten wir ein bisschen länger schlafen, auch wenn wir noch kurz ein paar Slalom Schwünge fahren gingen. Um 11 Uhr waren wir dann wieder im Hotel zurück um zu Essen, zu relaxen und uns auf den Nachtslalom vorzubereiten. Wir mussten zuerst von Megève nach Chamonix ca. 40min. fahren bis wir dann beim Slalom Hang ankamen. Zum Einfahren hatten wir sehr wenig Platz und es waren viel andere Bedingungen als dann später auf der Rennstrecke. Ich war sehr glücklich dass meine Eltern mich anjubbelten. Jedoch war ich sehr nervös, aber nicht wegen dem Fernsehen oder meinen Eltern.

Mein 1.Lauf war nicht schlecht aber auch nicht gut. Ich hatte wieder einmal nicht diese Risikobereitschaft wie ich diese im Training immer habe und ich habe mein Ziel nicht erreicht. Ich wollte unter die besten 30 Fahren und meine Trainingsleistung einmal im Rennen zeigen, dies verpasste ich als ca.44 jedoch deutlich. Im 2. Lauf war ich wieder voll motiviert, jedoch war der 2.Lauf nicht viel anders als der 1.Lauf, ich fuhr zwar ein wenig besser, doch meine Risikobereitschaft blieb immer noch weg. Jedoch wurde ich bei den Junioren 1 noch 3.

Dienstag 2.Feb.10
Dienstag stand Abfahrtstraining auf dem Probgramm wo meine Eltern auch neben dem Pistenrand standen doch das Highlight war der Nachtslalom von Kevin. Ich glaube ich war nervöser als er. In dann im Fernsehen zu sehen war ein Super Gefühl. Auch wenn er nicht ganz zufrieden mit sich selber war, war ich sehr Stolz auf ihn und auch sehr stolz seine Schwester zu sein.

Mittwoch 3.Feb.10
Abfahrtstraining

Donnerstag 4.Feb.10
Am Donnerstag kann dann die Abfahrt, auf die ich lange gewartet habe. Die Trainings in den Vortagen waren vielversprechend. Einmal 10 und einmal 4. Die Besichtigung war kurz, ich Rutschte nur noch schnell die Ideallinie ab und dann war ich bereit. Ich war ein wenig nervös, doch ich wusste auch, dass ich einfach so fahren muss wie im Training und das ich als 93 nichts zu verlieren hatte. Als Nummer 13 ging ich dann ins Rennen. Es fing gut an bis ich in der 90° kurve nach der 1.Fläche den Fehler gemacht habe. Ich habe einen Moment mit dem Schwungansatz gezögert und schon war ich sehr weit vom Tor weg und  in den Rausgerutschten Schnee getrieben worden und dies ausgerechnet vor der 2. Fläche. Als ich dann ins Ziel kam und dann die Nummer 2 aufleuchtete war ich zufrieden und hoffte dass dies bis zum Schluss so bleiben würde. Doch es kamen noch 3 schnellere ins Ziel und so wurde ich 5. Ich war eigentlich zufrieden, doch wenn ich den Blöden Fehler nicht gemacht hätte, wäre mehr möglich gewesen, doch das kann im Nachhinein jeder sagen. Nach dem Rennen gingen wir kurz in Hotel zurück Mittag essen und umziehen, nachdem gingen wir wieder ins Skigebiet zurück und schauten noch die letzten von der Herrenabfahrt, die gerade nach den Frauen ausgetragen wurde. Eine halbe Stunde nach der Herrenabfahrt war dann auch die Siegerehrung. Der Donnerstag war auch der letzte Abend in Frankreich wir gingen alle zusammen Pizza essen und anschliessend noch Bowlen. Es war sehr lustig doch ich gewann  nicht. Als ich nach dem Bowlen in Hotel zurück kam und fertig gepackt hatte war ich sehr froh, dass es am nächsten Tag nachhause ging.  

Freitag 5.Feb.10
Am Letzten Tag der Junioren-WM stand der Riesenslalom der Frauen auf dem Programm. Nach einer kurzen und schlechten Nacht von nur 6h war ich sehr müde. Der Riesenslalom wurde in Les Houches ausgetragen. Wir nahmen am morgen früh alles Gepäck, damit wir nach dem Riesenslalom direkt nach Hause fahren konnten.  Das Wetter in Les Houches war nicht sehr gut. Es Schneite Nassschnee und war Neblig. Weil das Wetter schlecht war, starteten wir von der verkürzten Rennstrecke. Ich war vor dem Start wieder ein wenig nervös und ich war sehr motiviert voll zu attackieren. Ich war während dem Fahren sehr überrascht in was für einem guten zustand die Piste ist. Ich hatte ein gutes Gefühl während dem Fahren und als ich im Ziel ankam sah ich, dass ich sehr langsam war. Es war sehr enttäuschend und ich wusste nicht was ich falsch gemacht hatte und warum ich so langsam war. Vor dem 2.Lauf hatte ich noch ein kleines Problem. Zwei Nummern bevor ich an die Reihe kam zog ich erst die Brille an das sie nicht anlief. Doch das war sie bereits unter der Startnummer. Jetzt hatte ich keine Zeit mehr etwas zu machen, denn die Nummer vor mir war nicht am Start also musste ich jetzt einfach gehen. Dann zehn Sekunden bevor ich gehen wollte war start Stopp.  Jetzt konnte ich noch schnell meine Brille abziehen und mein Servicemann gab mir seine. Als dann alles wieder ok war konnte ich ohne Probleme Starten und ich wollte nochmals Vollgas geben. Ich hatte wie im 1.Lauf ein gutes Gefühl doch die Zeit war wieder nicht so gut. Ich war sehr enttäuscht und erhoffte viel mehr von diesem Riesenslalom.  Jedoch wurde ich noch 3 bei den Junioren 1. Nach dem Rennen gingen wir Mittag essen und anschliessend war noch die Rangverkündigung. Nach der Rangverkündigung waren wir alle froh jetzt nur noch 5 Stunden nach Hause zufahren. :-)