Bericht Bergtour 26.-30. Juli 2012

Am 26.July starteten dass Junioren und das JO Team des RLZ Hoch Ybrig in eine 4-Tages Bergtour. Bei diesem  Konditionstraining ging es nicht nur um eine intensive Belastung im Ausdauerbereich sondern auch um das Aufspüren der mentalen Belastungsgrenzen wie die Beschreibung der vier folgenden Etappen belegen:

Tag 1 in Fakten: Start in Malbun um 08.00 über den Rätikon Höhenweg  in den Nenzinger Himmel – von dort über das Amatschonjoch (2.028)  ins Brandnertal, dort zu Fuss zur Schattalaganthütte und dann weiter  zum Etappenziel der Douglashütte mit Ankunft dort um 16.30 auf 1980 Meter. Reine Wanderzeit über 6 Stunden mit 2009 Höhenmeter bergauf und 1690 Meter bergab. Herrliches Wetter begleitete uns an diesem Tag. Die Fernsicht war leider etwas getrübt. Hüttenübernachtung in der Douglashütte.

Tag 2 in Fakten: Tagwache um 04.45. mit Aufbruch um 05.45 zur Königsetappe. Mit knapp 8 Stunden Gehzeit lagen wir 2,5 Stunden unter der offiziellen Gehzeit. Unsere Route führte von der Douglashütte am Lündersee entlang zum Gafalljoch (2.239), dann weiter über schweizer Boden zur Carschinahütte (2235) von dort über das Tilisunafürkele (2319) zur Tilisunahütte wo wir eine warme Mittagsmahlzeit zu uns nahmen. Weiter gings über den Plasseggenpass (2354) zum Sarottlajoch (2389) und dann über einen steilen Abstieg (über 1000 Höhenmeter) hinab ins Gargellental wo die Etappe beim Sporthotel Bachmann ihr Ende fand. Nach diesem langen Tag freuten sich alle auf das gute Essen und die Erholung im Spa-Bereich des tollen Hotels. Total geschafft aber stolz über die erbrachte Leistung vielen am Abend alle sehr müde  in Ihre Betten. Wiederum herrlichstes Wanderwetter begleitete diese Etappe doch der Wetterbericht kündigte eine Veränderung an.

Tag 3: Um 04.40 war wieder die Tagwache denn wir wollten wieder einiges der Etappe in den Morgenstunden schaffen um auch etwaigen Gewittern die angekündigt waren zu entgehen. Die Route begann bei leichtem Tröpfeln in Gargellen (1420) und führte ins endlos lange Vergaldental wo dann ein steiler Anstieg uns zum Vergaldner Joch (2.514) brachte. Zu diesem Zeitpunkt war das Wetter wieder etwas besser doch man spührte die Gewitterenergie und so kam es dann auch. Weiter ging es zur Tübinger Hütte (2191) wo wir dann eine warme Suppe assen. Die Wetterentwicklung mit drohenden Gewittern zwang uns zu einer etwas längeren Route doch was die Gewittergefahr betraf ein sicherer Weg. So ging es dann weiter über das Hochmaderer Joch (2505) zum Madlener Haus direkt unter dem Silvretta Stausee auf (2000). Beim Hochmaderer Joch gerieten wir dann in ein Gewitter welches sich aber wieder schnell verzog und wir bis auf nasse Klamotten gut hinter uns brachten. Auch diese Etappe betrug wieder eine reine Gehzeit von 6 Stunden und  knapp 2000 Meter Anstieg. Eine gute und erholsame Hüttenrast im Madlenerhaus bereitete alle auf die letzte Etappe vor die uns über die Rote Furka zur Silvrettahütte  führen sollte und dann hinab nach Klosters wo unser geplantes Routenziel gewesen wäre. Doch die Regenwolken und erneute Gewittergefahr machte diese Etappe zu einem unsinnigen Vorhaben sodass wir entschieden abzubrechen und uns per Postbus und Begleitbus nach Partenen begaben um dort die Europa Treppe zu bezwingen. Eine Treppe die einen mit 4.000 Stufen von 1.000 Seehöhe auf 1732 Meter bringt. Die aktuelle Reckortzeit diese zu bezwingen liegt bei etwas über 20 Minuten. Unser schnellster Bezwinger war Dominik Kälin mit etwas über 33 Minuten, gleich gefolgt Tim Kälin und Andrej Menzi. Aber auch alle anderen konnten diese letzte und harte Trainingseinheit mit einer sehr guten Leistung abschliessen. Dann ging es zurück nach Pfäffikon wo eine harte aber so glaube ich tolle Erfahrung zu Ende ging.

 

Trainer

Lino Stüttler