Niels Hintermann gewinnt Abfahrts-Bronze an den Junioren Weltmeisterschaften

Desirée Barandun, 16.03.2015

Einsiedeln – Vom 7. bis 13. März fanden im norwegischen Hafjell die 34. Alpinen Junioren Weltmeisterschaften statt. Bei der Abfahrt fuhr der 19-jährige C-Kader-Fahrer Niels Hintermann auf den ausgezeichneten dritten Rang: Der Höhepunkt der noch jungen Karriere des ehemaligen Athleten des RLZ Hoch-Ybrig.

 

Desirée Barandun: Was hattest du dir für die Junioren Weltmeisterschaften vorgenommen?

Niels Hintermann: Mein Ziel war es, meine Leistungen der letzten Speed-Rennen auch an einem Grossanlass unter Beweis zu stellen. Im WM-Super-G ist mir das leider nicht geglückt – dafür ist es bei der Abfahrt gut aufgegangen.

 

Wie hast du dich auf die Rennen in Hafjell vorbereitet?

Am 3. März sind wir bereits nach Norwegen geflogen.  Da habe ich dann am Training für die Weltcup Abfahrt in Kvitfjell teilgenommen. Ich nutzte die Zeit bis zur Junioren WM, um mich an den Schnee in Norwegen zu gewöhnen.

 

Beim Abfahrtstraining für die Junioren WM lief es dir dann aber viel besser und du wurdest Neunter. Hattest du nach diesem Resultat ein gutes Gefühl für das Rennen?

Das Training ist immer so eine Sache. Du kannst dabei nie wissen, welche Fahrer wirklich hundert Prozent ihrer Leistung abgerufen haben und welche noch nicht. Ich bin sonst eigentlich nie schnell im Training. Aber nach diesem neunten Platz habe ich mir schon so meine Gedanken gemacht. Letztendlich kommt es allerdings immer auf den Renntag an und darauf, ob man locker drauf ist oder nicht.

 

Hast du vor dem Rennen bereits gemerkt, dass du gut drauf bist?

Ich habe dann vor allem während der Fahrt ein gutes Gefühl entwickelt. Ich war locker drauf, was immer ein gutes Zeichen ist für mich. Und zum Glück machte ich dann auf der ganzen Strecke keinen Fehler.

 

Liegt dir diese Piste also gut?

Nicht wirklich. Die Piste ist eher einfach und flach. Ich bevorzuge es allerdings, wenn es zur Sache geht. Trotz nur einem Training konnte ich mich aber gut anfreunden mit der Piste.

 

Wie hast du die Weltmeisterschaften als Ganzes erlebt?

Es war wirklich cool. Man kann sich mit den besten Athleten der Welt messen und man lernt zudem ganz viele Leute kennen. Speziell war es auch, diejenigen Athleten einmal persönlich zu treffen, von denen man die Namen sonst nur auf den Ranglisten sieht. Zum Beispiel die Amerikaner.

 

Wie bist du mit deiner bisherigen Saison zufrieden?

Was die Europacup Rennen anbelangt lief es mir sehr gut. Ich konnte mich da in den Top 30 festigen. Was allerdings meine FIS-Punkte betrifft, lief es mir nicht ganz wunschgemäss. Im Grossen und Ganzen kann ich sagen, dass ich sicher nicht unzufrieden bin mit der bisherigen Saison.

 

Welche kurz- und langfristigen Ziele hast du dir gesteckt im Skirennsport?

In dieser Saison möchte ich am Europacupfinale in der Abfahrt und im Super-G weitere Punkte sammeln. An der Schweizermeisterschaft in zwei Wochen und den restlichen FIS-Rennen würde ich ebenfalls gerne meine Punkte verbessern. Längerfristig gesehen wünsche ich mir, in der nächsten Saison wieder an den Junioren Weltmeisterschaften dabei sein. Was ich mir sonst noch vornehmen kann, hängt immer auch stark von der Vorbereitung auf die neue Saison ab und ist deshalb jeweils schwierig zu beurteilen.

 

Du bist an der Sportschule Engelberg und absolvierst das Praktikumsjahr im Hotel Ramada in Engelberg. Wie gefällt es dir?

Das ist natürlich eine ganz neue Erfahrung. Man muss sich halt immer zuerst einarbeiten. Die Leute im Hotel sind sehr zuvorkommend, sie unterstützen mich sehr stark und nur so ist es möglich für mich, neben dem Skisport auch eine Ausbildung zu absolvieren.

 

Bildlegende: C-Kader-Athlet Niels Hintermann hat an den Junioren Weltmeisterschaften vergangene Woche Abfahrts-Bronze gewonnen.